Antichinesische Propaganda der Bild-Zeitung

von Jürgen Heiducoff, 19.04.2020

Der Chefredakteur der Bild-Zeitung, Julian Reichelt wirft dem Präsidenten der Volksrepublik China vor, er gefährde die ganze Welt. 1

Begründet wird dieser Vorwurf gegen den Präsidenten des Landes, das der größte Handelspartner Deutschlands ist, unter anderem damit dass  Xi Jinping alles und jeden seiner Bürger überwachen lasse. Dem möchte ich entschieden widersprechen.

Ich halte mich seit zwölf Jahren regelmäßig als Individualtourist in verschiedenen Regionen des Reiches der Mitte auf. So war ich auch während der Zeit der Ausbreitung des Virus vom 25.01. bis 13.03.2020 in China. Obwohl ich bereits durch mein Äußeres im chinesischen Umfeld auffalle, habe ich bisher weder gezielte, noch flächendeckende Überwachung bemerkt. Wer sich an die Gesetze des Landes hält und sich als Gast bewegt, hat nichts zu befürchten. Das gilt auch für die digitalen Netzwerke. 

Ein weiterer Vorwurf, der Präsident Chinas habe sein Land zum Weltmeister im Diebstahl geistigen Eigentums gemacht ist lächerlich. Man sollte in der Redaktion der Bildzeitung einmal alles Inventar „Made in China“ entfernen und feststellen, was übrig bleibt. 

Die Behauptung, dass der Präsident Chinas die jungen Menschen nicht frei denken lasse, wirft die Frage auf, in wieweit Herr Reichelt das Bildungssystem Chinas analysiert hat, denn gerade die Studenten der Volksrepublik an deutschen Hochschulen sind besonders erfolgreich.  

Weitere ebenso unhaltbare und bereits von der WHO widerlegte Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der Corona – Pandemie. Man habe nicht rechtzeitig gewarnt. Das stimmt nicht! Ich war zu Zeiten des Höhepunktes der Epidemie  in China. Durch die Regierung der VR China ist die Weltgesundheitsorganisation WHO sehr schnell und detailliert über die Situation im Land informiert worden. Alle erforderlichen Informationen sind über die Medien bekannt gegeben worden. Zügig und konsequent sind Präventionsmaßnahmen durchgesetzt worden. Der öffentliche Nahverkehr wurde weitgehend still gelegt, der Zugang zu Wohngebieten kontrolliert. Umfangreiche Aufklärungskampagnen über TV, Radio, Internet sowie durch Informationen der kommunalen Behörden und mittels Lautsprecherwagen wurden durchgeführt. 

Maßnahmen der Hygiene waren: Kontrolle der Körpertemperatur an den Eingängen  zu Banken und großen Kaufhäusern, Abtrennung der Eingangsbereiche zu Apotheken. Restaurants,  Badeanstalten und Diskotheken waren geschlossen. Desinfektionstrupps mit Tornistersprühgeräten  waren unterwegs. Gegen Ende meines Aufenthaltes konnten die meisten Präventionsmaßnahmen  bereits wieder beendet werden. Die Bevölkerung war weit von Panik oder Hysterie entfernt und trug die Maßnahmen in großem Selbstverständnis mit.

Und wie widerspiegelte sich diese Lage in den deutschen Medien? Statt den von der Epidemie betroffenen Menschen Respekt und Achtung entgegen zu bringen und aus den Maßnahmen, die China umgesetzt hat zu lernen, wurden abwertende Bewertungen und Panikmache produziert. Auch war eine gewisse Schadenfreude kaum zu übersehen. Das ist etwas, was den fleißigen und betroffenen Menschen nicht weiter hilft.

Keine Analogien umgekehrt von Seiten Chinas nach dem  Beginn der Epidemie in Europa und den USA. 

Und noch eine Beobachtung: die Menschen in China hatten keine Hamsterkäufe nötig. Das zeigt  das Vertrauen, das sie der Politik Xi Jinpings entgegen bringen. Die Menschen, haben ihr Bestes im Kampf gegen das Virus gegeben und nicht nur untereinander, sondern auch gegenüber dem Rest der Welt zeigen sie große Solidarität.

Von einem Bröckeln der Macht der KP Chinas, lieber Herr Reichelt, kann keine Rede sein, auch wenn Sie sich das noch so sehr erträumen.

Ihr Beitrag vom 16.04.2020 ist nur einmal mehr nicht nur eine Beleidigung des Präsidenten Chinas, sondern der Völker Chinas insgesamt. China wird weiter auch dank der Initiative der „neuen Seidenstraße“ ein  stabilisierender Faktor in  der Welt bleiben. 

Die Deutsche Medien, allen voran der Chefredakteur der Bild-Zeitung, disqualifizierten sich erneut und machen sich wieder zum Sprachrohr eines primitiven neo-liberalen Kolonial-Rassismus.

Jürgen Heiducoff

Quelle:

1 https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/corona-krise-bild-chef-schreibt-an-
chinas-staatschef-70087876.bild.html

Danke Jürgen Heiducoff für diesen erhellenden Beitrag.
Markus

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